Unsere Partnergemeinde in Santiago de Chuco
Unsere Partnergemeinde Santiago de Apostol liegt in Santiago de Chuco, einer Stadt, die mit rund 5000 Einwohnern, das Zentrum der gleichnamigen Provinz und des gleichnamigen Distrikt bildet. Im Distrikt leben weitere rund 10.000 Menschen, überwiegend in kleinen ländlichen Weiler mit 5 bis 10 Familien. Die Provinz Santiago de Chuco hat knapp 60.000 Einwohner, wovon über 60 % in kleinen bauerlichen Weilern und Gehöften auf dem Land leben. Augustinermönche haben die Stadt 1552 gegründet. Sie fanden hier den Stamm der Chuco vor und brachten eine Statue des Apostels Jakobus mit. So bekam der Ort seinen Namen: Santiago de Chuco.
Die Stadt liegt ca. 700 km nördlich von Lima und ca. 150 km westlich von der Pazifikküste auf 3000 m im andinen Hochland. Die Stadt ist das Verwaltungs- und Handelszentrum der Region. Es gibt einige kommunale, bezirkliche und staatliche Verwaltungsstellen, eine Polizeistation, ein staatliches Krankenhaus mit einer Geburtshilfeabteilung und einer Apotheke, zwei staatliche, eine pfarreieigene allgemeinbildende Schule und eine staatliche Berufsschule fur technische Berufe. Im Aufbau begriffen ist aktuell eine diözesane Berufsschule fur landwirtschaftliche Berufe. Mit dem Geburtshaus des berühmtesten peruanischen Dichters, Cesar Vallejo, verfügt die Stadt auch über ein Museum. Am Stadtrand liegt ein Fußballstadion und eine Stierkampfarena. Im Zentrum gibt es einige kleine Einzelhandelsgeschäfte, Lokale und Handwerksbetriebe. Neben den Sektoren Handel, Handwerk, öffentliche Verwaltung und Landwirtschaft gibt es im Umland von Santiago de Chuco Bergbau. Es wird vor allem Gold und in geringerem Umfang Kohle abgebaut. Durch die Einnahmen aus dem Bergbau hat sich die Situation der öffentlichen Haushalte verbessert. Dennoch zahlt die Provinz Santiago de Chuco immer noch zu einer der ärmsten Regionen des Landes. Vor allem das Einkommen der ländlichen Bevölkerung liegt häufig deutlich unterhalb des Mindestlohn, weil die landwirtschaftliche Produktion in der Regel auf den Eigenbedarf beschränkt bleibt und fehlende Transportwege und Transportmittel, jenseits des traditionellen Lastesels, den Bauern kaum Handel erlauben.
Die Stadt liegt ca. 700 km nördlich von Lima und ca. 150 km westlich von der Pazifikküste auf 3000 m im andinen Hochland. Die Stadt ist das Verwaltungs- und Handelszentrum der Region. Es gibt einige kommunale, bezirkliche und staatliche Verwaltungsstellen, eine Polizeistation, ein staatliches Krankenhaus mit einer Geburtshilfeabteilung und einer Apotheke, zwei staatliche, eine pfarreieigene allgemeinbildende Schule und eine staatliche Berufsschule fur technische Berufe. Im Aufbau begriffen ist aktuell eine diözesane Berufsschule fur landwirtschaftliche Berufe. Mit dem Geburtshaus des berühmtesten peruanischen Dichters, Cesar Vallejo, verfügt die Stadt auch über ein Museum. Am Stadtrand liegt ein Fußballstadion und eine Stierkampfarena. Im Zentrum gibt es einige kleine Einzelhandelsgeschäfte, Lokale und Handwerksbetriebe. Neben den Sektoren Handel, Handwerk, öffentliche Verwaltung und Landwirtschaft gibt es im Umland von Santiago de Chuco Bergbau. Es wird vor allem Gold und in geringerem Umfang Kohle abgebaut. Durch die Einnahmen aus dem Bergbau hat sich die Situation der öffentlichen Haushalte verbessert. Dennoch zahlt die Provinz Santiago de Chuco immer noch zu einer der ärmsten Regionen des Landes. Vor allem das Einkommen der ländlichen Bevölkerung liegt häufig deutlich unterhalb des Mindestlohn, weil die landwirtschaftliche Produktion in der Regel auf den Eigenbedarf beschränkt bleibt und fehlende Transportwege und Transportmittel, jenseits des traditionellen Lastesels, den Bauern kaum Handel erlauben.
Die Stadt hat eine funktionierende Versorgung mit Elektrizität. Wasser ist knapp und fließt – wenn überhaupt – auch in der Stadt täglich nur für ein bis zwei Stunden. Ans Internet ist Santiago de Chuco über eine wenig leistungsfähige und häufig instabile Satellitenverbindung angeschlossen. Die bäuerlichen Siedlungen im Umland sind vielfach noch nicht an eine öffentliche Wasser- Abwasser-, und Stromversorgung oder Müllentsorgung angebunden und haben keinen Zugang zum Internet.
Die Pfarrgemeinde Santiago de Apostol
Die Pfarrgemeinde Santiago de Apostol bildet das Zentrum der Gemeinde, die sich aus der kleinstädtischen Bevölkerung von Santiago de Chuco und der bäuerlichen Bevölkerung der umliegenden 65 Weiler zusammen setzt. Einige der Weiler haben eigene Kapellen oder kleine Kirchen, in denen aber in der Regel nur einmal jährlich beim Patrozinium Gottesdienst gefeiert wird. Die Pfarrkirche von Santiago de Chuco ist sehr groß. An Fest- und Feiertagen, insbesondere während der Karwoche, Weihnachten und des Patroziniumsfest im Juli füllt sie sich mit Gläubigen dennoch bis auf den letzten Platz.
Im Pfarrhaus lebt eine Gemeinschaft von drei Priestern, die mehrere Gemeinden, so unter anderem die Gemeinde Santiago de Apostol und die Gemeinde im ca. 35 km entfernten Cachicadan betreuen. Seit März 2015 ist Ambrocio Partk Pfarrer von Santiago de Chuco , unterstützt wird er von Nildon als Vikar, einer PfarrsekretaÌrin und einer Haushaltshilfe.
In der Pastoral nimmt die Ausbildung von Laienkatecheten einen wichtigen Platz ein. Junge Erwachsene sowie Mütter und Väter werden als Erstkommunion- und Firmgruppenbegleiter oder als geistliche Begleiter der dörflichen Gemeinschaften ausgebildet. Hierzu finden Kurse in den Gruppenräumen des Pfarrzentrums statt. Mehrere Bruderschaften sammeln sich um verschiedene Heilige und gestalten die Prozessionen und Feste mit. Der Kirchenchor ist klein aber rege. Sechs Frauen treffen sich wöchentlich zum Singen. Begleitet werden sie von einem blinden jungen Mann auf dem Akkordeon oder mit der Panflöte. Im Pfarrsaal mit Bühne finden alle zentralen Veranstaltungen für die Gemeinde, aber auch darüber hinaus statt wie z.B. die jährliche Feier des Vatertages oder Auftritte von Tanz- und Folkloregruppen. Das Volleyballnetz im Innenhof des Pfarrzentrums ist Anziehungspunkt vor allem für die Jugendlichen der Gemeinde.
Die Pfarrei verfügt seit 2008 auch über einen eigenen Kindergarten und eine Grundschule. Ein Kindergarten- oder Schulplatz kostet rund 30 € pro Monat. Da die öffentliche Schule am Ort kostenfrei ist, muss die pfarreieigene Schule nicht nur durch ihr spezifisch katholisches Profil, sondern vor allem auch durch die Qualität der Ausstattung und des Unterricht überzeugen, damit Familien, die in der Lage sind, das Schulgeld zu bezahlen, ihre Kinder dort anmelden. Die Zahl von derzeit rund 40 Schüler und Schülerinnen deckt die Kosten der Schule nur knapp. Trotzdem möchte Pfarrer Zavaleta weiter in die Schule investieren, denn sie ist für ihn nicht nur eine Investition in die Zukunft der Kinder, sondern auch in die Zukunft der Kirche.
In den Räumen des Pfarrzentrums befindet sich auch eine Textilwerkstatt mit mechanischen Webstühlen, auf denen in Auftragsarbeit für den Export traditionelle Webwaren hergestellt werden. Bislang ist die Werkstatt noch ausschließlich von den Aufträgen einer einzelnen Exportfirma aus Lima abhängig. Wie in anderen wirtschaftlichen Sektoren gestaltet sich auch hier u.a. wegen Defiziten in der Infrastruktur die Erschließung eigener nationaler oder internationaler Absatzmärkte schwierig.






